Spielplan 1.Rheinland-Pfalz Liga

24.10.21 SC ML Kastellaun – SV Koblenz II 2,5:4,5

28.11.21 Sfr. Mainz – SC ML Kastellaun

12.12.21 SC ML Kastellaun – SG Trier

16.01.22 SV Spr.Siershahn – SC ML Kastellaun

06.02.22 SC ML Kastellaun – TSV Schott Mainz II

06.03.22 SC ML Kastellaun – SG Kaiserslautern

27.03.22 SC Heimbach Weis II –  SC ML Kastellaun

24.04.22 SC ML Kastellaun – SC Pirmasens

15.05.22 SK Ludwigshafen – SC ML Kastellaun

1. Mannschaft

Mannschaftsführer ist Achim Michels

v.l.oben Tim Pfrengle, Zeljko Kojic, Achim Michels, Frank Schneider v.l.unten Fabio Michels, Jan Boder, Marc Brodam, Holger Michels

18.01.22 Knappe Niederlage in Siershahn

Auch im 2. Saisonspiel in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga hatte unsere 1. Mannschaft das Glück nicht auf seiner Seite. Bereits am Vorabend mussten wir den ersten Nackenschlag hinnehmen, nachdem Tim von einem positiven Corona-Test einer Kontaktperson erfuhr. In diesen turbulenten Corona-Zeiten haben wir uns aus Vorsichtsgründen dazu entschieden, trotz mehrfacher Impfung, Tim nicht einzusetzen. Einen Ersatzspieler konnten wir nicht mehr finden und so fuhren wir zu sechst in den Westerwald.

Nach Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen mussten wir feststellen, dass auch unser Gegner nicht ganz ohne Sorgen antreten konnte, aber immerhin vollzählig. Von der Spielstärke her rechneten wir uns trotz numerischer Unterzahl aber durchaus Chancen aus und dies durchaus begründet, wie sich herausstellen sollte.

Jan kam am 1. Brett nicht in seine vorbereitete Eröffnung, konnte aber dennoch deutlichen Stellungsvorteil erzielen. Brett 2 mussten wir kampflos hergeben und am 3. Brett spielte Achim das Fianchetto-System im Königsinder, bei dem sein Gegner bereits in der Eröffnungsphase viel Zeit verbrauchte.

Julius kam sehr gut und solide aus der Bird-Eröffnung heraus und konnte sich leichte Vorteile erarbeiten. Fabio spielte an 5 seine gewohnte Eröffnung, konnte allerdings keinen Vorteil erzielen und stand ausgeglichen. Rainer hingegen konnte bereits in der Eröffnung ungenaue Züge seines Gegners zu einem Bauerngewinn ausnutzen und stand gut. Herbert, der für Zeljko eingesprungen war, konnte in der Grünfeld-Indischen Eröffnung seinen Raumvorteil stetig ausbauen und musste kein Gegenspiel zulassen.

Nach etwa 2 Stunden Spielzeit sah alles nach einem knappen Ergebnis aus, da keiner unserer Spieler schlechter stand.

Leider wendete sich das Blatt bei Fabio relativ schnell, denn er übersah einen taktischen Schlag seines Gegners und verlor dadurch 2 Bauern. Er versuchte zwar noch, Gegenspiel zu generieren, doch dies ließ sein Gegner nicht zu und Fabio musste schließlich aufgeben.

Achim konnte seine Stellung stetig verbessern und nutzte im Endeffekt die löchrige Königsstellung seines Gegenübers aus:

Schwarz übersah die weiße Drohung wegen Zeitnot. Allerdings konnte er diese Stellung auch mit bester Spielweise nicht mehr halten. Er spielte nun Sc4xe5 und wurde daraufhin Matt gesetzt: Df8+ Kh7 Sg5 Schachmatt. Ein schönes Springermatt, durch das Achim auf 1:2 verkürzen konnte.

Julius konnte seine Stellungsvorteile nicht weiter ausbauen und es entstand eine völlig ausgeglichene Stellung, die zum Remis führte.

Rainer dominierte die Partie nach Belieben und man sah ihm den Spaß an seiner Partie regelrecht an. Nach dem er die Damen tauschen konnte, hatte er eine Qualität im Endspiel mehr, was klar zum Sieg ausreichte. Zwischenstand 2,5:2,5.

Bei Jan lief es zwischenzeitlich nicht mehr ganz so rund, denn er gab seine Vorteile nach einem schlechteren Zug ab und kam später sogar in Nachteil. Ein Qualitätsnachteil im Endspiel konnte er nicht mehr halten und gab auf.

Schließlich lag es an Herbert, den Mannschaftspunkt zu retten. Er spielte eine starke Partie, verpasste es jedoch im entscheidenden Moment, den Vorteil festzuhalten:

Herbert spielte Txb6 und nach Txe4 Te6 Td4 konnte Schwarz ausgleichen und später Dauerschach geben. In dieser Stellung hätte er jedoch durch d6 Txe4 d7 Td8 Txb6 großen Vorteil erzielen können, der vermutlich zum Sieg gereicht hätte.

Durch dieses Remis war unsere unglückliche 3:4 – Niederlage besiegelt.

In 3 Wochen versuchen wir erneut, daheim gegen Schott Mainz die ersten Punkte in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga zu erringen.

27.10.21 Knappe Niederlage unserer 1. Mannschaft gegen den SV Koblenz II

Nach dem Erringen des Meistertitels in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga und dem damit verbundenen, erstmaligen Aufstieg in die höchste rheinland-pfälzische Liga, startete unsere 1. Mannschaft nach Corona-Pause endlich in die Mission Klassenerhalt. Zu Beginn mussten wir allerdings an heimischen Brettern gegen den SV Koblenz II antreten, der zu den Mitfavoriten in dieser Klasse gehört. Erfreulicherweise konnten alle 7 Stammspieler antreten und so entwickelte sich etwas unerwartet ein äußerst spannender Mannschaftskampf.

Rainer Gruschinski spielte an Brett 6 gegen seinen früheren Cochemer Vereinskameraden Christian Marquardt. Keiner der beiden konnte sich einen Vorteil herausspielen, so dass relativ früh eine Punkteteilung die logische Konsequenz war.

Am 4. Brett spielte Zeljko Kojic gegen Berresheim eine scharfe Variante mit entgegengesetzten Rochaden gegen die Holländische Verteidigung. Aber auch diese Partie bewegte sich durchgängig im Ausgleich und beide Kontrahenten waren mit dem Remis einverstanden.

Anders verlief die Partie an Brett 2, wo sich Tim Pfrengle bereits früh einen Vorteil gegen Repplinger herausspielen konnte, jedoch nicht das richtige Abspiel fand und sein Gegner ausgleichen konnte. Nach 20 Züge endete die Partie auch hier friedlich.

Fabio Michels konnte seine Partie gegen unseren früheren Vereinskameraden Uli Büscher lange ausgeglichen gestalten, bevor er durch 2 ungenaue Züge in Nachteil geriet und schlussendlich aufgeben musste.

An Brett 5 überspielte unser neues Vereinsmitglied Julius Ohler seinen Gegner Thieme-Garmann bereits früh und konnte materiellen und positionellen Vorteil erringen. Geschickte Züge seines Gegners führten jedoch zu einer verwickelten und zweischneidigen Stellung, die schließlich in einem ausgeglichenen Endspiel mündeten.

Die Partie von Achim Michels gegen FM Dr. Thomas Bohn am 3. Brett war sehr interessant, weil beide Seiten über viele Möglichkeiten verfügten und man die Stellung nicht so richtig einschätzen konnte. Achim konnte seinen Gegner immer mehr zurückdrängen und sich später einen Vorteil erspielen. Dieser war jedoch nicht groß genug für einen Sieg, so dass auch hier die Punkteteilung vereinbart wurde.

Jan Boder am Spitzenbrett gegen Alex Steinacker musste eine zerpflückte Bauernstruktur am Damenflügel hinnehmen, die ihm strategischen Nachteil bereitete. Im doppelten Turmendspiel versuchte er diesen auszugleichen, aber sein Gegner spielte sehr konsequent und druckvoll und zwang Jan schließlich zur Aufgabe.

Unter dem Strich stand eine 2,5:4,5 – Niederlage gegen eine an den meisten Brettern nominell deutlich stärkere Koblenzer Mannschaft, die jedoch Mut für die kommenden Aufgaben gemacht hat.